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Surface Computing

5 März, 2009

Es war wie ein großer Fliegenfänger auf der diesjährigen VSOne. Ein Tisch für Surface Computing! Noch während das Gerät aufgebaut wurde, sammelten sich die ersten Zuschauer. Und es war schon beeindruckend was da gezeigt wurde. Grafisch ansprechend und von der Funktion wie ein überdimensionales iPhone, ein Computer, dem man mit ohne die klassischen Eingabegeräte bedienen konnte. Diese Technik zieht die Massen an. Nachdem man soviel über Surface Computing gehört und in Filme gesehen hat, bot sich hier dem Interessierten die Chance es selbst auszuprobieren. Eine Gelegenheit, die von vielen Besuchern wahrgenommen wurde. Die Software bot neben der schon obligatorischen Straßenkarten auch die Möglichkeit, mit vier Benutzern eine Partie Pong zu spielen. Für kurzweilige Unterhaltung war also gesorgt.

Es ist interessant zu wissen, dass diese Geräte nicht wirklich auf Berührungen reagieren. Unter dem Tisch befindet sich eine Kamera, mit der die Oberfläche beobachtet wird. Also kein Multi-Touch im eigentlichen Sinne. Trotzdem ist es möglich, eine große Anzahl von Objekten zu verfolgen. Die Finger mehrerer Nutzer gleichzeitig auf der Oberfläche waren kein Problem für das Gerät. Auch andere Gegenstände konnten erkannt werden, wenn sie mit Aufklebern, so genannten Tags, ausgestattet waren.

Obwohl die Bedienung eines solchen Surface Computers eine tolle Erfahrung ist, kann ich mir eine ernsthafte Anwendung im Moment nicht vorstellen. Vielleicht fehlt mir die Fantasie, aber ich kenne kein Programm, das ich auf diese Art bedienen möchte. Eine im Tisch eingebaute, sich automatische aktualisierende Fernsehzeitschrift vielleicht. Am besten noch mit integrierten Recorder. Ja, wenn man länger drüber nachdenkt, kommen schon Ideen, aber würde ich dafür wirklich 10.000 Euro ausgeben wollen? Wahrscheinlich nicht.

Aber es geht auch billiger. In München hatte ich Gelegenheit mit einem Entwickler zu sprechen, der sich eine kleinere Version des Surface Tisches selbst gebaut hatte. Wie das geht kann man in seinem Blog nachlesen.

http://springwald.blogspot.com/

Surface Computing ist auf jeden Fall eine Technologie, die man im Auge behalten sollte. Das iPhone ist nur die Spitze des Eisberges und nach und nach werden wir diese Art der Bedienung auf immer mehr Geräten vorfinden. Natürlich wird Surface Computing nicht die traditionellen Eingabegeräte ersetzten. Es wird sie ergänzen. Niemand wird auf die Idee kommen, auf einem Surface Tisch ein Textdokument zu schreiben, obwohl das sicher auch möglich wäre. Aber vieles Andere lässt sich auf diese Art bestimmt sehr komfortabel bedienen.

ein Hollix Posting

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Apple Store, München

15 Februar, 2009

Schon vor genau einem Jahr haben wir in diesem Blog von Rosenstraße 1 in München berichtet.

https://fallobst.wordpress.com/2008/02/12/munchen-rosenstrase-1/

War es damals noch eine Baustelle, gab es doch schon sehr früh Gerüchte, dort würde der erste Apple Store Deutschlands eröffnen. Und so kam es dann auch, die Gerüchte haben sich tatsächlich bestätigt.

Jetzt, ein Jahr später sieht es dort so aus:

Ein hübscher Laden, kann man nicht leugnen. Es gibt sogar die traditionelle Glastreppe. Aber wie ist der Kundenservice? Bei meinem örtlichen Gravis Händler dauert es immer sehr lange, bis ich einen Verkäufer erwische, der sich meiner Probleme annimmt. Sollte es in einem echten Apple Store anders sein?
Einen Ansprechpartner zu bekommen ist auch hier ein Problem, aber nicht weil die Verkäufer vor einem davon laufen, sondern weil das Geschäft zu jeder Tageszeit wirklich gut besucht ist. Auch ist es wichtig, wen man anspricht. Die Jungs und Mädels in den orangenen Shirts sind nur Schülerlotsen, die einen weiter vermitteln. Hinter türkisfarbenen Shirts verbergen sich die Experten, die auch meine Frage nach einem exotischen iPod Adapter beantworten konnten.

Mein zweites Anliegen, ein neues MacBookPro mit einem matten Display zu testen, konnte leider nicht erfüllt werden. Diese Geräte wurden noch nicht ausgeliefert. Stattdessen habe ich mir dann andere Apple Produkte genauer angesehen und mich in einen laufenden Workshop eingeschlichen. So konnte ich miterleben, wie einer Kundin, die ich auf etwa 50 Jahre schätzen würde, ihr neu erworbener iPod erklärt wurde.

Denn die türkisen Shirts haben nicht nur Specialist auf dem Rücken stehen, viel beeindruckender ist der Schriftzug auf der Brust. „Ich könnte stundenlang über alles hier reden.“ Ja, können sie. Der Kundin wurde 30 Minuten lang iPod und iTunes erklärt. Welches andere Geschäft kann schon mit einer derartigen Kundenbetreuung aufwarten?

Für einen Apple Fan ist dieses Geschäft wirklich sehr anregend und offensichtlich gilt das auch für die Angestellten. Sehr oft waren noch lange nach Ladenschluss Mitarbeiter durch die Glastür zu beobachten, die im Geschäft irgendwelchen Aktivitäten nachgingen. An einem Freitagabend sogar bis nach Mitternacht. Ein der Mittarbeiter beschrieb mir die Arbeit im Apple Store mit dem Wort „Großartig“.

Die Rosenstraße liegt im Zentrum Münchens, direkt am Marienplatz und ein Besuch dort ist mit oder ohne Apple Store immer eine Reise wert.

ein hollix Posting