Posts Tagged ‘simmons’

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Dan Simmons : Helix

27 Oktober, 2008

Während meine letzte Rezession eines Dan Simmons Buchs sehr enttäuschend ausfiel, ist dieses Buch wieder ein Lesegenuss. In insgesamt fünf Kurzgeschichten beweist Simmons sein Talent den Leser in fremde Welten zu entführten, hier sogar in Welten, die man vielleicht schon aus seinen Büchern „Hyperion“ oder „Illium“ kennt. Die Geschichten sind dabei sehr unterschiedlich, und ich bin sicher, dass nicht jedem Leser alle Geschichten gefallen werden, aber es sind durchweg interessante Ideen, die der Autor hier verarbeitet. Zu jeder Geschichte gibt es ein umfangreiches Vorwort und obwohl ich so etwas selten mag, hatte ich auch an diesen Vorworten große Freude.

Wenn ich Rezessionen schreibe, sehe ich mir gelegentlich im Vorfeld auch die Rezessionen anderer Menschen, zum Beispiel auf amazon.de, an. Dort bekam das Buch sehr viele negative Kritiken, die sich aber alle nicht auf das Buch bezogen. Die Enttäuschung bestand viel mehr darin, dass dieses Buch schon unter dem Titel „Welten und Zeit genug“ im Festa-Verlag erschienen ist. Natürlich ist es bedauerlich, wenn man ein Buch zwei Mal kauft, weil es unter einem anderen Titel erneut auf den Markt gebracht wird, das ist mir auch schon passiert. Aber der Sinn einer Rezession ist es, das Werk zu bewerten und nicht das Verhalten von Verlagen. So ärgerlich es auch sein mag.

Wenn Sie also Dan Simmons mögen und „Welten und Zeit genug“ noch nicht kennen, wird Ihnen mit Sicherheit auch diese Buch gefallen.

Meine Wertung 8 von 10
ein hollix-Posting

helix

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Dan Simmons : Lovedeath

20 April, 2008

Obwohl ich Simmons nach dem Genuss von „Illium“ und „Olympus“ sehr schätze, konnte mich diese Buch nur wenig begeistern. Simmons schreibt brillant, das will ich nicht in Abrede stellen, aber es sind die Geschichten, mit denen ich mich nicht anfreunden kann. Das Buch „Lovedeath“ enthält fünf Novellen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Da ist die Geschichte eines Indianers auf Wanderschaft, eine Science-Fiction Geschichte über eine Droge, mit der man die eigene Vergangenheit erneut erleben kann und sogar die Geschichte eines Soldaten im ersten Weltkrieg. All dies ist mühevoll recherchiert und ambitioniert geschrieben, aber richtige Spannung konnte ich beim Lesen keine verspüren. Irgendwie fühlte ich mich als Zuschauer verschiedener Schicksale, die mir alle vollkommen egal waren. Ich habe zum Beispiel nie erwartet, dass der Soldat die Kämpfe in den Schützengräben überlebt, da er es doch tat fehlt der Geschichte der Abschluss, der Höhepunkt. Diesen Eindruck hatte ich bei mehreren Novellen in diesem Buch. Es mag seltsam klingen, aber die Geschichte „Tod in Bangkok“, die man am besten dem Horror/Splatter Genere zuordnen kann, hat mir am besten gefallen. Kurz und knapp geschrieben mit klar erkennbaren Finale. Meisterhaft!

Meine Wertung: 7 von 10 – ein hollix posting

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