Posts Tagged ‘Servicewüste’

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iMac Lines Teil 1 – Die Heimsuchung

23 Mai, 2008

Vor einigen Wochen wurde mein iMac von einer Krankheit befallen, von der ich zuvor nicht wußte, dass es sie gab. Den gar fürchterlichen „iMac Lines“, oder wie ich es inzwischen nenne: „Die Heimsuchung“.

Wie gesagt, ich kam eines morgens zu meinem Rechner und fand auf dem Bildschirm eine vertikale Linie im rechten Drittel des Displays. Sie war genau einen Pixel breit und flimmerte in pink und rot. Nachdem ich mich vom ersten Schreck erholt hatte, schlug mir mein Mitblogger vor, doch mal zu sehen, ob man dieses Problem nicht selbst lösen könnte und so fütterte ich goggle mit den Suchbegriffen „imac display purple line“. Abgründe taten sich auf.

Ganz offensichtlich sind diese Linien kein ungewöhnliches Problem und befallen gerne mal Geräte mit der Seriennummer W860, wie ich auch eines habe. Natürlich geschieht das immer erst nach Ablauf der Garantiefrist und um den ganzen die Krone aufzusetzen: Die Linien werden im Laufe der Zeit mehr!
Im Internet gibt es sogar Videos von iMac Lines und eine Online Petition, die sich dafür einsetzt, dass Apples diese Problem als Serienfehler anerkennt. Das ist bisher nicht geschehen! Harte Tage standen mir bevor, aber das wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

ein Hollix posting

Link : iMac Lines im Bild

Link : Artikel der Mac Life

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Postfrösche und andere Kreaturen der Servicewüste

16 März, 2008

Wenn ich nach Feierabend zur örtlichen Postfiliale gehe, stehen die Kunden meistens bereits draussen in der Schlange an. 20 Minuten Wartezeit sind normal. Von fünf vorhandenen Schaltern sind dann drei besetzt. Und wenn ich mich dann nach gefühlten 3 Stunden bis kurz vor den Schalter gewartet habe, muss ich immer wieder die gleichen Dialoge mit anhören: „Vielen Dank… äh, haben Sie eigentlich schon die neuen Leistungen der Postbank gesehen?“ oder „Vielen Dank… äh, wissen Sie, dass Sie durch den Wechsel des Stromanbieters 3 Mio. Euro im Jahr sparen können?“ Sabbernd laufen die Postfrösche zur Hochform auf, um auch ja den letzten Cent an Provision einstreichen zu können.
Prinzipiell habe ich auch nichts dagegen einzuwenden, wenn man dann wenigstens alle Schalter öffnen würde.

Den Clou hat sich unser heimischer Postfrosch gerissen, als er eines Samstags bei uns an der Haustür klingelte. Er übergab meiner Frau eine blaue Karte mit der Aufforderung, die dazugehörige Warensendung am Montag in der Filliale abzuholen. Hhm… Moment? War da nicht etwas? Ist es nicht der Urauftrag dieses Berufsstandes die Post AUSZUTRAGEN? Eine kurze Nachfrage ergab eine verblüffend ehrliche Antwort: „Ich hatte heute so viel Post, da wollte ich Ihre Warensendung nicht auch noch mitschleppen.“ Ja ne, is klar…

Letzte Woche war ich am Bahnhof um eine Fahrt von Dortmund nach Berlin zu buchen. Fahrtantritt soll erst in sechs Wochen sein, auf einem Montag und die Abfahrtszeit war flexibel. Die etwas lustlose Mitarbeiterin wollte mir allen Ernstes erzählen, dass Sie mir kein Angebot in der 2. Klasse machen könne – alles ausgebucht. Sie war ein wenig verdutzt, als ich mein Mobiltelefon aus der Tasche zog um einen Freund am anderen Ende der Leitung anzuweisen, „mal eben“ im Internet einen Billigflug zu buchen. Wie von Zauberhand waren plötzlich doch noch Plätze frei…

Und die Moral von der Geschichte: Konkurrenz belebt das Geschäft… und die Deutsche Post AG wird diese Erfahrung auch irgendwann machen!

Ein Gastposting von BlackFlash71