Posts Tagged ‘Science Fiction’

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Andreas Brandhorst : Kinder der Ewigkeit

29 April, 2010

Nach dem Mystery-Triller „Äon“ versucht sich Brandhort mit diesem Buch wieder als Science Fiction Autor, eine Talent das er schon in der Vergangenheit erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Zwar erreicht „ Kinder der Ewigkeit“ nicht die Brillanz von „Äon“ ist aber trotzdem ein guter Vertreter deutschsprachiger Science Fiction.

Der Roman handelt von dem Profikiller Esebian, der den Auftrag erhält einen Unsterblichen zu ermorden.
Obwohl die Unsterblichkeit von je her ein beliebtes Thema der Science Fiction ist, ist dieses Ansatz neu und Esebians Auftrag nur der Beginn einer Verschwörung von galaktischen Ausmassen.
Das Buch selbst ist spannend geschrieben und nur machmal etwas verwirrend, wenn die beschriebene zukünftige Technologie doch zu fremdartig ist. Das ist aber nur wenig störend, denn im Grunde hat man eine klassische Verschwörungsgeschichte, die eben in der Zukunft spielt wo und man nicht weiss, wer denn nun die Bösen und wer die Guten in diesem Spiel sind.

Die beschriebene Zukunft selbst ist so komplex und facettenreich, dass es nicht verwunderlich wäre, würde Brandhorst eine Fortsetzung nachlegen. Überhaupt scheint dieses Buch nur der Eingang in ein größeres Universum zu sein, denn viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Da der Autor auch in der Vergangenheit Mehrteiler geschrieben hat, kann man fast sicher sein, dass hier noch etwas folgt. Mehr Hintergrund Informationen würden dieses Buch sogar aufwerten und es noch etwas besser machen.

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Richard Morgan : Skorpion

13 Dezember, 2007

Ich hatte mich sehr auf ein neues Buch von Richard Morgan gefreut, leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. „Skorpion“ erreicht bei weitem nicht die Spannung früherer Werke, wie zum Beispiel „Das Unsterblichkeits Programm“. Obwohl es sehr blutig beginnt, wird es sehr schnell zäh und uninteressant. Statt ausschliesslich eine Science Fiction Kriminalgeschichte zu erzählen, verschwendet Morgan viele Seiten mit der mögliche Zukunft von Staaten, Kultur und Religion. Das tut er sogar mit voller Absicht wie man aus dem Nachwort schließen kann. Schon in „Heiliger Zorn“ gab es solche Passagen, die mir auch da schon nicht gefallen haben, weil sie die eigentliche Geschichte nicht vorranbringen. Und es ist auch nichts woran man sich nach Abschluss des Buches noch erinnert.
Zentrale Figur der Geschichte ist der genmanipulierte Kopfgeldjäger Carl Marsalis, der den Aufragt hat, andere seiner Art auszuschalten. Bei diesem Thema musste ich sehr stark an den Film „Blade Runner“ denken, das Cover des Buches unterstützt diesen Eindruck noch, zeigt es doch ein „fliegendes Auto“ vor einer Gruppe Wolkenkratzern bei Nacht.

Was mit in diesem Buch ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist die Angewohnheit des Autors, die Charaktere nur mit „er“ oder „sie“ zu bezeichnen ohne ihre Namen zu benutzen. Dies hält er sogar über mehrere Seiten hinweg durch. Dadurch ist es sehr schwer sich wieder in die Geschichte einzufinden, wenn man das Buch mal ein paar Tage zur Seite legt.

Auf den letzten 130 Seiten legt die Geschichte wieder etwas an Tempo zu und man erfährt auch wieso die Übersetzter auf diesen Buchtitel kamen. Der orginale Titel ist nämlich „Black Man“.

Meine Wertung: 6 von 10

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Justina Robson : Willkommen in Otopia

31 Oktober, 2007

Durch die Explosion in einem Teilchenbeschleuniger entstehen auf der Erde, die jetzt Otopia heißt, Übergänge in andere, magische, Welten. Mittendrin der Cyborg Lila Black, die für einen Elfenrockstar als Leibwächterin abgestellt wurde. Ein Auftrag, der natürlich völlig schief geht …
Obwohl die Autorin mit diesem Werk ein durchaus gut lesebares Buch abgeliefert hat, ist die eigentliche Handlung doch ehr flach und kann wenig mitreissen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dies sei die Romanumsetzung eines Computerspieles. Dabei ist das Universum, das hier geschaffen wird, durchaus viel versprechend und so hat man in diesem Buch eine gute Mischung aus Science Fiction und Fantasy mit verschiedenen Welten, die alle ihre eigenen Regeln haben. Das hat durchaus Potential.
Diese Buch ist das Erste in einer Serie von Lila Back Romanen und so kann man noch hoffen, dass weitere Geschichten etwas mehr Tiefgang haben.

Meine Wertung : 7 von 10

ein hollix Posting

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Ian Banks : Exzession

31 Oktober, 2007

Diese Buch ist das Papier nicht Wert, auf dem es gedruckt wurde und es ist mal wieder eines der Bücher, wo die Inhaltsangabe auf dem Cover rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat.

Nachdem ich mich immerhin bis zur Hälfte durchgekämpft hatte, habe die amazon.de Rezessionen gelesen, um herauszufinden ob, vielleicht doch noch ein Höhepunkt zu erwarten ist. Fehlanzeige!
Damit war das Buch für mich erledigt, schade um die verlorene Zeit und das Geld.

Dabei bringt Banks durchaus innovative Gedanken. Denkend Raumschiffe sind eine tolle Idee, aber den Dialog zwischen diesen Schiffe zu verfolgen ist etwas, so als müsse man den Header von eMail Nachrichten lesen. Vollkommen unsinnig und für ein menschliches Gehirn nicht nachvollziehbar. Menschen kommen in diesem Buch sowieso viel zu kurz, man kann sich nicht mit ihnen identifizieren und ihre Motive nicht nachvollziehen.
Dazu noch die Abart des Autors, vieles in unendlich langen Kettensätzen zu beschreiben, machen die Geschichte nicht interessanter, sondern nur noch schwerer lesbar.

Meine Wertung 1 von 10

ein hollix Posting