Posts Tagged ‘Mystery’

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Andreas Wilhelm : Projekt Babylon

6 Juli, 2009

Wenn ein Buch mit den Worten „Der beste deutsche Thriller seit Frank Schätzings Der Schwarm!“ beschrieben wird, sollte es schon einiges zu bieten haben. Also habe ich mir dieses Buch gekauft und auch gelesen. Das es an Schätzings Meisterwerk nicht heranreicht, war mir aber von Anfang an klar. Das Buch ist ganz einfach zu dünn, um Figuren und Geschichte die nötige Vielfalt und Tiefe zu geben. Trotzdem ist „Projekt Babylon“ gut zu lesen und ein positiver Vertreter der Unterhaltungsliteratur. Auf meinem Balkon, wo in in dem Sommermonaten hauptsächlich lese, hatte ich einige sehr kurzweilige Stunden. Ein Forscherteam, eine geheime Höhle, die Menschen verrückt macht, das ist gute Unterhaltung fern ab der Realität. Dazu noch ein paar geschichtliche Fakten gemischt mit Mystik und Geheimnissen, entspricht es genau einem Großteil der Bücher, die heutzutage verkauft werden.
Ob diese Mischung immer die beste Wahl ist sei dahingestellt. Bei sehr vielen Büchern, die sich mit Geschichten aus der Vergangenheit beschäftigen, ist die Religion ein nicht unerheblicher Teil. Es ist klar, dass Religion in der Vergangenheit einen größeren Stellenwert hatte als das heute der Fall ist, trotzdem würde ich gerne Mal ein Buch lesen, das ohne die Verwendung dieses Themas auskommt. Die Bücher werden dadurch zu ähnlich und austauschbar. Ausserdem ist es, zumindest in allen Bücher die ich kenne, immer die Geschichte des Christentums, um die es dabei geht. Das  wird auf die Dauer wirklich langweilig.
Vom Anspruch her einspricht dieses Buch den Filmen, die an einem Sonntagnachmittag im Privatfernsehen gezeigt werden. Nicht sonderlich spannend und nicht sonderlich aufwendig und man kann seine Zeit durchaus besser verbringen. Aber auch schlechter! Von diese Buch gibt es inzwischen zwei Fortsetzungen, die es auch schon auf meine Wunschliste geschafft haben. Der überwiegende Eindruck ist also ehr positiv, wenn auch nur knapp.

Meine Wertung 6 von 10
ein hollix Posting

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Jonathan Barnes : Das Alptraumreich des Edward Moon

8 Februar, 2009

„Dieses Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten literarischen Wert“. Das ist nicht etwas meine Meinung, nein, dieser Satz steht schon auf dem Umschlag. Vielleicht hätte es eine Warnung sein sollen aber für mich war gerade diese Aussage das, was dieses Buch so interessant machte. Jetzt weiss ich es besser: Es war eine Warnung!

Auch diese Buch fällt wieder in die Kategorie „Er wollte, aber er wußte nicht wie“. Barns hat hier durchaus Figuren, mit denen man eine hervorragende Geschichte hätte schreiben können. Da ist zum Beispiel ein Mann, der in der Zeit rückwärts lebt. Ausserdem die Figur des offensichtlich unverwundbaren Schlafwandlers. Daraus hätte man eine ganze Menge machen können, ist hier aber leider nicht passiert.
Zwar fing das Buch spannend und viel versprechend an, aber das war es dann auch schon. Zeitweise wusste ich gar nicht, wo sich die Geschichte hin bewegt, die Figuren agieren, ohne dass man ihre Beweggründe versteht. Es war alles sehr verwirrend. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich noch immer nicht ganz sicher sagen um was es eigentlich ging. Irgendwas mit einer Verschwörung …

Vielleicht liegt es an mir, aber ich kann diesem Buch nicht viel abgewinnen. Da gibt es mit Sicherheit bessere Vertreter dieses Genres.

Meine Wertung : 3 von 10

Ein HolliX Posting

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J.R. Ward : Black Dagger

8 Februar, 2009

Vampire sind derzeit wieder groß in Mode. Im Kino sieht man es an Filmen wie Twilight, im Fernsehen an Serien wie True Blood. Und Romane zu diesem Thema gibt es im Moment auch zur genüge, die überraschender Weise hauptsächlich von Frauen geschrieben werden.
Das mag vielleicht daran liegen, dass Vampire nicht mehr viel mit dem zu tun haben, was einst Christopher Lee im Film so eindrucksvoll verkörperte. Die Zeit der brutalen Blutsauger ist vorbei, Vampirgeschichten von heute haben romantische, wenn nicht sogar erotische, Elemente.
Die Black Dagger Reihe von J.R.Ward mach da keine Ausnahme.
Ich habe zwei Bücher der Reihe gelesen. Sie waren gut geschrieben, gut übersetzt und gut zu lesen. Bedeutungsvolle Literatur hatte ich nicht erwartet und auch nicht bekommen, aber Lust auf mehr habe ich nicht bekommen. Wird wohl daran liegen, dass ich keine Frau bin. Es ist eine wirklich komplexe Welt, die J.R.Ward hier erschaffen hat, das muss man ihr lassen. Aber für meinen Geschmack war vieles zu glatt, zu einfach und zu vorhersehbar.

Ich habe meine Black Dagger Roman einer guten Freundin geschenk,t die sie ganz toll fand. Deshalb gibt es auch ausnahmsweise keine abschliessende Bewertung für diese Bücher, da ich offensichtlich nicht der Zielgruppe angehöre.

Ein HolliX Posting

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Bill Napier – Der 77. Grad

9 August, 2008

Anders als auf dem Cover zu lesen ist diese kein Mysterythriller, sondern endlich mal wieder ein solider Abenteuerroman um Spaß zu haben.

Der britische Buchhändler Harry Blake erhält den Auftrag ein 400 Jahre altes, verschlüsseltes Manuskript zu übersetzen. Dieses entpuppt sich sich als Tagebuch des jungen Ogilvie während einer Expedition in die neue Welt. Deshalb hat dieses Buch auch zwei Handlungsstränge. Einen in der Gegenwart und einen in der Vergangenheit, welcher zum größten Teil auf einem Segelschiff stattfindet. Persönlich hat mir der Teil in der Vergangenheit besser gefallen, beschreibt der Autor hier doch das Leben auf See. Dass die Ereignisse um Harry Blake in einer Verschwörung enden, war zu schnell abzusehen, und wirkt leider viel zu übertrieben.

Auf amazon.de hat dieses Buch viele negative Rezessionen bekommen, überwiegend weil es grobe Übersetzungsfehler gibt. Diese sind mir allerdings nicht aufgefallen, wohl aber dass das moderne Istanbul an einer Stelle noch mit dem alten Namen Konstantinopel bezeichnet wurde. Etwas verwirrend.

Mit seinen 400 Seiten ist dieses Buch genau richtig dimensioniert. Zwar ist die Geschichte alles andere als glaubhaft, hat aber wahrscheinlich auch nicht den Anspruch es zu sein. Sicherlich keine Weltliteratur, aber eine gute Wahl für einen Sommertag im Garten. Die Bezeichnung „Popcorn-Kino für den Kopf“ trifft es am besten.

Meine Wertung 6 von 10
Ein Hollix-Posting