Posts Tagged ‘Fantasy’

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Richard Morgan : Glühender Stahl

4 April, 2010

Trotz der Menge an Büchern, die ich lese, und der nicht unerheblichen Menge an ungelesen Büchern, die noch in meinen Regalen stehen, gibt es doch immer wieder Roman, auf deren Veröffentlichung ich mich freue. „Glühender Stahl“ von Richard Morgan ist so ein Buch und ich habe nicht gezögert es zu kaufen, nachdem ich von der Veröffentlichung erfahren habe.

Im Gegensatz zu seinen anderen Werken ist Glühender Stahl aber kein Hard Boild Science Fiction, sondern eine Erzählung aus dem Fantasy Genre mit allem was dazu gehört. Da gibt es Helden und Dämonen und wie auch in anderen von Morgans Büchern sind die Figuren nicht sehr zimperlich, wenn es um die Ausübung körperlicher Gewalt geht. Das klingt auf den ersten Blick sehr viel versprechend, aber dieses Buch hat mich enttäuscht, das möchte ich nicht schön reden. Vielleicht lag es an mir, aber ich muss gestehen, dass es mir schwer viel zu diesem Buch Zugang zu finden. Die Handlungsstränge der unterschiedlichen Figuren laufen zu spät zueinander und es fällt schwer der Überblick zu behalten, worum es im einzelnen geht und ob es eine gemeinsame Handlung gibt. Das hat der Autor in der Vergangenheit schon besser hinbekommen, obwohl er sich bisher auch immer nur auf wenige Hauptpersonen und einen Handlungsstrang beschränkt hat.

Erwähnen sollte man auch die Homo-erotischen Eskapaden des Haupthelden. Das mag vielleicht nicht jedem Leser gefallen und man hat ohnehin das Gefühl, dass sich Morgan absichtlich gegen jedes Klischee der typischen Heldenroman der Fantasy auflehnen will. Das gelingt ihm nicht wirklich und indem er seine Figuren absichtlich unsympathisch darstellt, macht es sie nur unglaubwürdig.
Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Da ich Morgan ansonsten sehr schätze vermute ich, dass es an mir lag und ich dieses Buch vielleicht irgendwann noch Mal lesen sollte, weil es wirklich gut ist. Im Moment bin ich aber restlos bedient und „Glühender Stahl“ kommt ins Regal.

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Trudi Canavan : Die Meisterin

23 September, 2008

Bei letzte Band der Trilogie werden nochmals 100 Seiten zugelegt, so dass dieses Buch nun 700 Seiten hat. Das ist schon eine Menge. Aber es ist auch verständlich, denn hier wird die Geschichte des Mädchens Sonea und der Magiergilde zum Abschluss gebracht. Schon sehr früh merkt man, dass sich die Geschichte auf einen Höhepunkt zu bewegt, man kann aber nur erahnen, was er sein wird. Viele Dinge ändern sich und auch der Hohe Lord Akkarin tritt als Mentor von Sonea in ein neues Licht. Auch die Erzählweise ist im diesem Band dichter, es passiert mehr auf weniger Seiten. Ein Zustand, der auch den beiden anderen Bände gut zu Gesicht gestanden hätte. Rückblickend betrachtet ist dieses Buch das Beste der Reihe, aber die Bezeichnung Trilogie für die drei Bücher wirkt unpassend. Es ist eine lange und durchgehende Geschichte und man sollte wirklich alle Bücher der Reihe lesen.
Dann aber hat mein einen Fantasyepos an dem man lange Freude haben wird.

Meine Wertung 9 von 10 – ein hollix posting

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Trudi Canavan : Die Novizin

9 August, 2008

Im zweiten Buch der Magiergilde-Trilogie erlebt der Leser endlich was ich im ersten Band sehr vermisst habe. Angewandte Magie! Was können die Mitglieder der Magiergilde eigentlich und wie sehen ihre Zauber aus? Diese Buch gibt die Antwort, denn hier begleitet der Leser das Mädchen Sonea auf die Akademie der Magiergilde. Dort hat Sonea zwei Widersacher, ihren Mitschüler Regin und den Hohen Lord Akkarin, der ganz eigene Pläne mit dem Kind hat …
Von der Stimmung und der Spannung ist diese Buch seinem Vorgänger gleichzusetzten, hat aber 100 Seiten mehr Lesespaß.

Meine Wertung 9 von 10 – ein hollix posting



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Trudi Canavan : Die Rebellin

5 Juni, 2008

Diese Buch erzählt die Geschichte der junge Sonea, ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, die eines Tages feststellen muss, dass sie über magische Kräfte verfügt. Doch Sonea hat ihre Kräfte nicht unter Kontrolle und Magie ist außerdem nur Mitgliedern der Magiergilde erlaubt und so nehmen die Dinge ihren Lauf …

Mehr sollte ich gar nicht schreiben, denn es würde nur den Lesespaß verderben. „Die Rebellin“ ist ein wundervoller Fantasyroman. Voll mit Magiern, Dieben, Verschwörungen und Intrigen in einer schönen Geschichte eingebettet in einer realistischen Kultur.

Ich habe lange kein Buch mehr rezensiert, das so flüssig zu lesen war obwohl gemessen an der Anzahl der Seiten wenig passiert. Trotzdem ist diese Buch nicht langatmig. Ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen und hätte am liebsten alle 530 Seiten an einem Stück gelesen. Zum Glück konnte ich nach Abschluss gleich die Fortsetzung zur Hand nehmen, denn diese Buch ist nur der Anfang der „Die Gilde der schwarzen Magier“ Trilogie.

Meine Wertung 9 von 10 – ein hollix posting

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J.R.R. Tolkien : Die Kinder Hurins

5 März, 2008

Ich muss gestehen, ich bin kein großer Anhänger von Tolkiens Werken. In meiner Kindheit habe ich mich mal am ‚Herr der Ringe‘ versucht, war aber erschlagen von der Komplexität dieser Bücher. Tolkien erschafft eine eigenständige Welt, so das es dem unbedarften Leser schwer fällt die Namen von Personen und Orten richtig einzuordnen. Das ist in diesem Buch nicht anders. Der Einstieg viel mir sehr schwer.
Die Geschichte selbst ist nicht besonders umfangreich und im Vergleich zu anderer Fantasyliteratur auch nicht besonders originell. Sie wirkt, nicht ohne Grund, zusammenhanglos, denn schließlich war es erst Tolkiens Sohn, der die Fragmente aus der Arbeit seines Vaters zu diesem Buch zusammenfügte.

Für Tolkien Fans ist diese Buch hingegen eine wahre Freunde, enthält es doch ein umfangreiches Vor- und Nachwort von Christopher Tolkien, indem ausführlich über die Hintergründe der Geschichte und dessen Entstehung berichtet wird. Dazu erhält man eine Karte von Mittelerde und Stammbaumdiagramme. Was das Buch letztendlich noch mehr aufwertet, sind die Illustrationen von Alan Lee der schon für seine Arbeiten an der ‚Herr der Ringe‘ Verfilmung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Meine Wertung : 7 von 10

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Justina Robson : Willkommen in Otopia

31 Oktober, 2007

Durch die Explosion in einem Teilchenbeschleuniger entstehen auf der Erde, die jetzt Otopia heißt, Übergänge in andere, magische, Welten. Mittendrin der Cyborg Lila Black, die für einen Elfenrockstar als Leibwächterin abgestellt wurde. Ein Auftrag, der natürlich völlig schief geht …
Obwohl die Autorin mit diesem Werk ein durchaus gut lesebares Buch abgeliefert hat, ist die eigentliche Handlung doch ehr flach und kann wenig mitreissen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dies sei die Romanumsetzung eines Computerspieles. Dabei ist das Universum, das hier geschaffen wird, durchaus viel versprechend und so hat man in diesem Buch eine gute Mischung aus Science Fiction und Fantasy mit verschiedenen Welten, die alle ihre eigenen Regeln haben. Das hat durchaus Potential.
Diese Buch ist das Erste in einer Serie von Lila Back Romanen und so kann man noch hoffen, dass weitere Geschichten etwas mehr Tiefgang haben.

Meine Wertung : 7 von 10

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