Posts Tagged ‘Bücher’

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Andreas Brandhorst : Kinder der Ewigkeit

29 April, 2010

Nach dem Mystery-Triller „Äon“ versucht sich Brandhort mit diesem Buch wieder als Science Fiction Autor, eine Talent das er schon in der Vergangenheit erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Zwar erreicht „ Kinder der Ewigkeit“ nicht die Brillanz von „Äon“ ist aber trotzdem ein guter Vertreter deutschsprachiger Science Fiction.

Der Roman handelt von dem Profikiller Esebian, der den Auftrag erhält einen Unsterblichen zu ermorden.
Obwohl die Unsterblichkeit von je her ein beliebtes Thema der Science Fiction ist, ist dieses Ansatz neu und Esebians Auftrag nur der Beginn einer Verschwörung von galaktischen Ausmassen.
Das Buch selbst ist spannend geschrieben und nur machmal etwas verwirrend, wenn die beschriebene zukünftige Technologie doch zu fremdartig ist. Das ist aber nur wenig störend, denn im Grunde hat man eine klassische Verschwörungsgeschichte, die eben in der Zukunft spielt wo und man nicht weiss, wer denn nun die Bösen und wer die Guten in diesem Spiel sind.

Die beschriebene Zukunft selbst ist so komplex und facettenreich, dass es nicht verwunderlich wäre, würde Brandhorst eine Fortsetzung nachlegen. Überhaupt scheint dieses Buch nur der Eingang in ein größeres Universum zu sein, denn viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Da der Autor auch in der Vergangenheit Mehrteiler geschrieben hat, kann man fast sicher sein, dass hier noch etwas folgt. Mehr Hintergrund Informationen würden dieses Buch sogar aufwerten und es noch etwas besser machen.

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David Safier : Mieses Karma

4 April, 2010

Es hätte für Kim Lange der schönste Tag ihres Lebens werden können, schliesslich hat sie soeben den deutschen Fernsehpreis gewonnen, dummerweise wird Kim kurz darauf von den Trümmern einer abstürzenden russischen Raumstation getroffen und stirbt. Was wie das Ende einer jeden Geschichte klingt ist für „Mieses Karma“ erst der Anfang, den Kim wird wieder geboren: Als Ameise!
Natürlich kann sich eine selbstbewusste Frau wie Kim mit diesem Schicksal nur schwer anfreunden, vor allem, dass sie sehen muss, wie eine neue Frau ihren Platz in der Familie einnimmt. Aber als Ameise hat sie wenig Möglichkeiten. Jetzt gilt es, positives Karma zu sammeln und auf die nächste Wiedergeburt zu warten. Zum Glück ist die Lebenserwartung der Ameise Kim nicht allzu lang …
Mieses Karma ist ein amüsantes Buch, es ist gut zu lesen und unterhaltsam. Kims Reise durch verschiedene Inkarnationen der Tierwelt sind eine originelle Idee und so erhält man ein kleines aber feines Buch das Spaß macht. Eine Moral gibt’s am Ende auch, was will man mehr?

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Richard Morgan : Glühender Stahl

4 April, 2010

Trotz der Menge an Büchern, die ich lese, und der nicht unerheblichen Menge an ungelesen Büchern, die noch in meinen Regalen stehen, gibt es doch immer wieder Roman, auf deren Veröffentlichung ich mich freue. „Glühender Stahl“ von Richard Morgan ist so ein Buch und ich habe nicht gezögert es zu kaufen, nachdem ich von der Veröffentlichung erfahren habe.

Im Gegensatz zu seinen anderen Werken ist Glühender Stahl aber kein Hard Boild Science Fiction, sondern eine Erzählung aus dem Fantasy Genre mit allem was dazu gehört. Da gibt es Helden und Dämonen und wie auch in anderen von Morgans Büchern sind die Figuren nicht sehr zimperlich, wenn es um die Ausübung körperlicher Gewalt geht. Das klingt auf den ersten Blick sehr viel versprechend, aber dieses Buch hat mich enttäuscht, das möchte ich nicht schön reden. Vielleicht lag es an mir, aber ich muss gestehen, dass es mir schwer viel zu diesem Buch Zugang zu finden. Die Handlungsstränge der unterschiedlichen Figuren laufen zu spät zueinander und es fällt schwer der Überblick zu behalten, worum es im einzelnen geht und ob es eine gemeinsame Handlung gibt. Das hat der Autor in der Vergangenheit schon besser hinbekommen, obwohl er sich bisher auch immer nur auf wenige Hauptpersonen und einen Handlungsstrang beschränkt hat.

Erwähnen sollte man auch die Homo-erotischen Eskapaden des Haupthelden. Das mag vielleicht nicht jedem Leser gefallen und man hat ohnehin das Gefühl, dass sich Morgan absichtlich gegen jedes Klischee der typischen Heldenroman der Fantasy auflehnen will. Das gelingt ihm nicht wirklich und indem er seine Figuren absichtlich unsympathisch darstellt, macht es sie nur unglaubwürdig.
Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Da ich Morgan ansonsten sehr schätze vermute ich, dass es an mir lag und ich dieses Buch vielleicht irgendwann noch Mal lesen sollte, weil es wirklich gut ist. Im Moment bin ich aber restlos bedient und „Glühender Stahl“ kommt ins Regal.

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Robert Charles Wilson : Die Chronolithen

4 April, 2010

Die Handlung von „Die Chronolithen“ ist im Grunde so einfach, dass man sie in wenigen Sätzen wiedergeben kann. Auf der Erde erscheinen plötzlich und aus dem Nichts riesige und unzerstörbare Monumente unbekannter Herkunft. Schnell wird klar, dass diese Bauwerke aus der Zukunft zu kommen und von einem Eroberer namens Kuin berichten.
Endlich wieder gute Science Fiction! Das waren meinen Gedanken, nachdem ich etwa ein Drittel dieses Buches gelesen hatte. Und wie bei guten Science Fiction üblich, geht es in solchen Geschichten weniger um Ausserirdische oder Raumschiffe, sondern um Menschen. Wer also über interstellare Schlachten oder schleimige Aliens lesen möchte, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Aber was der Autor hier abliefert ist nicht weniger interessant und ausserdem intelligent in Szene gesetzt. Woher kommen die Chronolithen und wer schickt sie? Und vor allem, welchen Einfluss haben die Chronolithen auf die Menschen der Gegenwart?
Handlungsträger dieser Geschichte ist eine überschaubare Gruppe von unterschiedlichen Charakteren und Zeitzeugen und das Buch beschreibt ihr Leben und wie sie durch Zufälle oder Vorbestimmung zueinander finden. Wissenschaftler und Geheimdienstler gibt es in diesem Buch ebenso wie religiöse Fanatiker, die ein Ereignis wie das Erscheinen eines Chronolithen wahrscheinlich hervorbringen würden.
Für mich war dieses Buch nie langweilig, obwohl es mir in einigen Passagen wie eine Studie einer fiktiven zukünftigen menschlichen Gesellschaft vorkam. Denn Wilson schreibt glaubwürdig und nachvollziehbar, was das ganze Buch zusätzlich aufwertet. Das mag vielleicht nicht jedem Leser gefallen, aber wenn man bereit ist sich darauf einzulassen, erhält man einen Blick in eine sehr düstere Zukunft.
Robort Charles Wilson stellt in diesem Buch viele Fragen und nicht alle werden zur Zufriedenheit des Lesers endgültig beantwortet. Aber das ist in einem Buch wie diesem vielleicht auch schwer möglich. „Die Chronolithen“ ist ein originelle Variation der bekannten Zeitreise Geschichten, in der ein Zeitparadoxon mal aus der anderen Richtung betrachtet wird. Steht die Zukunft schon fest oder wurde über das Schicksal der Menschheit noch nicht entschieden?

Meine Wertung 8 von 10

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In eigener Sache

3 April, 2008

Kurze Werbeunterbrechung:

Die nackte Wahrheit ist doch, wenn wir selbst nicht darauf hinweisen, macht es niemand.
Also: hollix und ich basteln seit geraumer Zeit an der Seite Cocoa Coding. Das Endziel wäre tatsächlich, daraus mal ein Lehrbuch über Softwareentwicklung für OS X und das iPhone zu machen.
Bis es soweit ist, sind wir für jede Beachtung dankbar.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, und nun weiter im Programm.


ein bugpit-posting

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Sebastian Fitzek : Amokspiel

8 März, 2008

Ich kannte Sebastian Fitzek durch sein Erstlingswerk „Die Therapie“, das mir als Hörbuch sehr gut gefallen hat. Grund genug für mich auch sein zweites Buch zu probieren.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger steigert sich bei dieser Geschichte die Spannung nicht langsam sondern man ist sofort tief im Geschehen.
Eine Geiselnahme in einem Radiosender wird zum Einsatzort für die Polizeipsychologie Ira Samin, die für diesen Morgen eigentlich ihren eigenen Selbstmord geplant hatte. Um das ganze noch schlimmer zu machen, hat der Geiselnehmer nur einen einzige Forderung: Er möchte mit seiner Verlobten sprechen, die aber, laut offiziellen Stellen, schon seit Monaten tot ist.
„Amokspiel“ ist ein gut geschriebener Thriller, mitreissend und unterhaltsam. Fitzek zu lesen macht Spaß, denn auch dies ist ein flüssig geschriebenes Buch. Zwar erreicht es nicht die Originalität und Qualität von „Die Therapie“ aber das ist nicht besonders tragisch. Mit seinem Erstlingswerk hat der Autor ein Buch abgeliefer,t mit dem er selbst nur schwer konkurrieren kann. Wer aber mehr von Fitzek will, wird mit diesem Buch gut unterhalten.

Meine Wertung : 8 von 10
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ein hollix posting
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J.R.R. Tolkien : Die Kinder Hurins

5 März, 2008

Ich muss gestehen, ich bin kein großer Anhänger von Tolkiens Werken. In meiner Kindheit habe ich mich mal am ‚Herr der Ringe‘ versucht, war aber erschlagen von der Komplexität dieser Bücher. Tolkien erschafft eine eigenständige Welt, so das es dem unbedarften Leser schwer fällt die Namen von Personen und Orten richtig einzuordnen. Das ist in diesem Buch nicht anders. Der Einstieg viel mir sehr schwer.
Die Geschichte selbst ist nicht besonders umfangreich und im Vergleich zu anderer Fantasyliteratur auch nicht besonders originell. Sie wirkt, nicht ohne Grund, zusammenhanglos, denn schließlich war es erst Tolkiens Sohn, der die Fragmente aus der Arbeit seines Vaters zu diesem Buch zusammenfügte.

Für Tolkien Fans ist diese Buch hingegen eine wahre Freunde, enthält es doch ein umfangreiches Vor- und Nachwort von Christopher Tolkien, indem ausführlich über die Hintergründe der Geschichte und dessen Entstehung berichtet wird. Dazu erhält man eine Karte von Mittelerde und Stammbaumdiagramme. Was das Buch letztendlich noch mehr aufwertet, sind die Illustrationen von Alan Lee der schon für seine Arbeiten an der ‚Herr der Ringe‘ Verfilmung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Meine Wertung : 7 von 10

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ein hollix-posting