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iMac Lines Teil 2 – Schande über Apple

24 Mai, 2008

Ich hatte Glück, jedenfalls dachte ich das zu Anfang. Zwar war mein iMac ausserhalb der Garantie aber noch innerhalb der Gewährleistungsfrist von zwei Jahren. Ein gute Sache sollte man meinen, schließlich sollte es mir aufgrund der zahlreichen Berichte im Internet nicht schwerfallen, dies als Fabrikationsfehler anzumängeln. Mein Apple Händler, die Firma Gravis verwies mich aber direkt an Apple. Das ist eigentlich ein Unding, denn als Privatperson ist mein Vertragspartner immer der Händler.
Daraufhin übergab ich die Sache meinem Anwalt. Nicht, dass ich mir einen leisten könnte, zum Glück habe ich einen im Bekanntenkreis, der für mich ein paar Anrufe tätigte. Das Resultat war allerdings unbefriedigend. Weder Gravis noch Apple wollten meinen iMac kostenfrei reparieren. Eine Reparatur sollte so etwa 700 Euro kosten! Bei meinem Anwalt und mir machte sich große Ratlosigkeit breit.

Ja, ich könnte mir mein Recht sicherlich erklagen. Aber so was kann dauern. Da gibt eine Verhandlung mit einem Gutachter und so weiter. Könnte etwa ein Jahr dauern. Ein Jahr in dem mein iMac unrepariert wäre. Ein untragbarer Zustand, denn mein Rechner ist ein Gerät meines täglichen Lebens. Ein Alternative, so dachte ich, wäre es vielleicht die ganze Sache auf eigene Rechnung zu reparieren und dann zu klagen. Dies ist aber ein Weg, der aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, so die Aussage meines Anwaltes.

Für mich ist es jedenfalls unglaublich, dass sich ein Unternehmen wie Apple so wenig um seine treuen Kunden kümmert. Ich habe zwei Apple Rechner und zwei iPods und dies ist nun der Dank. Apple Hardware ist nicht gerade billig und dafür sollte man was erwarten können. Ich hege auch keinen Zweifel daran, dass es ein Fabrikationsfehler ist, denn ich bin bei weitem nicht der Einzige mit diesem Problem. Webseiten aus der ganzen Welt belegen meine Geschichte.

Zu allem Überfluss muss ich jetzt noch den Spott der Windows Nutzer ertragen und das kann ich sogar nachvollziehen. Ein neues Display für einen PC gibt es bei jedem Discounter, den defekten würde ich kommentarlos entsorgen.

Im Grunde kann ich nur sagen, dass sich Apple mit diesem Verhalten keinen Gefallen getan hat und ich hoffe dass sehr viele Menschen diesen Artikel lesen. Vielleicht sogar die oberen Etagen bei Apple Inc. Obwohl ich nicht glaube, dass es was ändern würde.

ein hollix posting

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Dann sehen wir uns vor Gericht

14 November, 2007

Es gibt Sätze, die man schon so oft in Film/Funk/Fernsehen gehört hat, dass sie eine gewisse Vertrautheit besitzen.
Doch heute habe ich obigen im wahren Leben gehört, und er kam aus meinem Mund. Wer hätte das gedacht.
Wie es dazu kam, ist schnell erzählt:
Heute klingelte das Telefon und ein Herr M. von der Anwaltskanzlei XYZ war am Rohr. Ob ich nicht bald die Abmahnung bezahlen wolle.
„Abmahnung? Welche Abmahnung?“ fragte ich, und bat ihn, mich in einer Viertelstunde nochmals anzurufen, derweil ich fanden wollte, um was es denn überhaupt ging.
Die Zeit reichte dicke, um dank Internet herauszufinden, dass es sich bei besagten Kanzlei, um eine berüchtigte Quelle diverser Abmahnwellen handelte. Ansonsten war mir relativ schleierhaft, was das eigentlich werden sollte.
Ziemlich pünktlich war der durchaus nett auftretende Herr M. dann auch wieder am Telefon.
Ich hätte am 11.07.2007 um 4 Uhr irgendwas zwei Hörbücher zum Download angeboten.
Vor 4 Monaten?
Ja, die Mühlen der Justiz mahlen langsam und ausserdem ist der Brief auch schon vor 4 Wochen an uns raus. (Das Verbeiben ist aber ein Rätsel.)
Nachdem ich mich erstmal ausführlich über diese Verschleppungstaktik ausgelassen hatte, erklärte ich Herrn M., noch niemals ein Hörbuch geladen zu haben.
Das sei aber auch gar nicht das Problem: Die Bereitstellung zum Download sei das Problem.
Aber auch das konnte ich ausschliessen, wie auch den Missbrauch durch Dritte.
Abschliessend verwies ich auf die Mehrdeutigkeit der Downloads (Stichworte Fakes, Hashes) und lud ihn ein, sich selbst von der Richtigkeit meiner Angaben zu überzeugen.
Er äusserte dann die Meinung, die Gerichte seien bezüglich der Mehrdeutigkeit der Hashes anderer Ansicht, was mich das Gespräch mit besagter Äusserung beenden lies.

Sagen wir mal so, dass deutsche Gerichte vollkommen schwachsinnige und merkbefreite IT-Urteile fällen, ist leider eine Tatsache.
Sollte es aber so sein, dass ein Anwalt einfach behaupten kann, eine bestimmte Datei sei zum Download angeboten worden, mit der Anschuldigung aber so lange wartet, bis auch sichergestellt ist, dass niemand mehr das Gegenteil beweisen kann, dann wäre das der sofortige Tod aller p2p-Netze, sowie eine Lizenz zum Gelddrucken für die besagten Anwälte.


ein bugpit-posting