Archive for the ‘der ganze Rest’ Category

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Entsorgungsproblem

28 Dezember, 2013

Meine Nichte hatte auf ihrem Macbook einen interessanten Effekt.
Sie hatte sich darüber beschwert, der Computer sei so voll, dass sie keine Updates mehr aufspielen könne. Auf meinen Hinweis „Leere den Papierkorb!“ meinte sie, der sei stets leer.
Jetzt hatte ich endlich Gelegenheit, mir ein eigenes Bild zu machen. Und wirklich, die Platte ist zu 100% voll, der Papierkorb hingegen leer.
Interessant wird es aber, wenn man eine Datei löscht. Sie verschwindet direkt, ohne je im Korb zu landen. Das ist merkwürdig.
Ich konnte das Problem lösen und sogar den Grund dafür benennen.
Es fehlte nämlich das versteckte Verzeichnis „.Trash“, in dem jene Dateien landen, die der Finder in den Papierkorb verschiebt. Daher musste ich lediglich das Verzeichnis anlegen, die Rechte anpassen und fertig.
Aber wie konnte das Verzeichnis verschwinden? Gar nicht, es war nie vorhanden. Das ist die Folge einer fiesen Angewohnheit des Migrationsassistenten. Wenn man mit ihm ein Userkonto anlegt, kriegt man eine Auflistung über das zu verschiebende Datenvolumen und kann dann Ordner ausschließen.
Ich habe das auch mal gemacht und dabei den Filme-Ordner weggelassen. Die Folge war aber, dass ich nicht nur keine Filme hatte, es fehlte der Ordner selbst. Und das ist blöd, weil er ja besondere Eigenschaften besitzt (das Icon, Lokalisierung) und nicht einfach so angelegt werden kann.
Und daher denke ich, beim entsprechenden Importieren bei meiner Nichte habe ich mir den Abfall gespart und zum Dank einen defekten Papierkorb bekommen. Doofes Verhalten.

Was ich hingegen nicht weiss ist, wo eigentlich bisher die gelöschten Daten geblieben sind. Es wird ein ewiges Rätsel bleiben.

 


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Autohändler – Niemand ist sicher

21 Juni, 2011

Jeder, der ein eigenes Kraftfahrzeug sein eigen nennt, wird sie kennen, die kleinen, bunten Visitenkarten, die immer dann zwischen der Fensterdichtung stecken, wenn man mal eine Sekunde nicht aufgepasst hat. „Ich kaufe ihr Auto sofort“ oder „24 Stunden Bargeld“.

Obwohl nach meinem Empfinden die Flut dieser Karten nach diversen Urteilen ein wenig abgenommen hat, wurde ich heute wieder mit einem Angebot konfrontiert, das an der Scheibe meines Fahrzeuges steckte. Das unglaubliche an dieser Tatsache ist allerdings der Ort. So fand ich die Karte nicht etwa nach dem Besuch des örtlichen Supermarktes oder eines anderen öffentlichen Parkplatzes, sondern direkt auf meinem Parkplatz vor dem Haus meiner Eltern. Wer immer sich an meinem Auto zu schaffen gemacht hat, ist nicht davor zurückgeschreckt, etwa 25 Meter einer privaten Auffahrt hinauf zu laufen. Da dieser Besuch zweifellos gegen den Willen der Hauseigentümer (meine Eltern) geschah, haben wir es hier, meiner Meinung nach, mit dem Tatbestand des Hausfriedensbruchs zu tun. Nach Erkundigungen bei jemandem, der sich damit auskennt, wurde ich allerdings eines besseren belehrt, heißt es im Gesetzestext genau: „befriedetes Grundstück“. Solange ein Grundstück also nicht eingezäunt oder von einer hohen Mauer umgeben ist, kann offensichtlich Jedermann dort seinen Geschäften nachgehen.

Sollten Sie also eines morgens auch eine Karte unter der Scheibe finden, brauchen Sie sich nicht wundern. Autohändlern ist nichts mehr heilig und sie lieben es, am Sontag auf fremden Grundstücken spazieren zu gehen.

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/14/urteil-gegen-visitenkarten-plage/ 

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3D kommt

9 Mai, 2010

„Kalter Kaffee“ wird der ein oder andere bei dem Thema sicher denken, aber für mich war es bisher doch sehr zweifelhaft, ob sich die 3D-Fernseher in Privathaushalten würden durchsetzen können. Zumal sich ja quasi grade erst HD wirklich rumgesprochen hat.
Aber jetzt ist es entschieden, wie schon beim Format der Videokassetten, sobald sich diese eine Schlüsselindustrie entscheidet, ist der Würfel gefallen: Porno goes 3D.


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Tommy Jaud: Hummeldumm

29 April, 2010

Ein neues Hörbuch (das es natürlich auch als Buch gibt) von Tommy Jaud ist für mich immer ein kleiner Grund zum feiern, hat mich der Autor doch in der Vergangenheit oft zum lauten Lachen gebracht. Und ich kann jetzt schon sagen, dass ihm das auch mit „Hummeldumm“ wieder gelungen ist.
Nach „Resturlaub“ geht es auch mit diesem Buch wieder in die Ferne. Dieses Mal nach Afrika, mit einer Reisegruppe, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Mitten drin Matze Klein. Ein Mann mit einem Problem: Er hat vergessen, die neue Wohnung für sich und seine Freundin anzuzahlen und er ist weit weg von zuhause.

Natürlich sollte man wissen, auf was man sich einlässt, wenn man zu Tommy Jaud greift. Er schreibt keine Weltliteratur, aber er schreibt wie ein Mensch, der seine Umwelt sehr genau beobachtet und teilweise sicher auch von eigenen Ergebnissen berichtet. Für den Zuhörer ist das lustig, selbst möchte man das beschriebene wahrscheinlich nicht erleben.
Die Geschichte selbst ist natürlich vollkommen absurd und eine Aneinanderreihung von Katastrophen. Aber wenn man genau hin sieht, sind die Ereignisse für sich betrachtet gar nicht so abwegig. Hat nicht jeder schon mal in Bus oder im Zug neben Menschen sitzen müssen, um die man lieber einen großen Bogen machen würde, wenn man die Wahl hätte?
Ebenso ist Matze Kleins Jagt nach einem passenden Steckdosenadapter durchaus nachvollziehbar, schliesslich steht führ ihn viel auf dem Spiel.
Auch die Angestellten der örtlichen Sparkasse, die einen so gar nicht verstehen wollen, soll es wirklich geben.

Ich war etwas enttäuscht als ich erfahren habe, dass dieses Hörbuch nicht wie die anderen Jaud Geschichten von Christoph Maria Herbst gelesen wurde. Aber sehr schnell wechselte meine Enttäuschung in Begeisterung, denn hier liest der Autor selbst und das macht er großartig. Als einzelner Sprecher unterschiedlichen Figuren Leben zu geben, ist keine einfache Aufgabe und ich glaube nicht, das man es hätte besser machen können.

Für mich ist „Hummeldumm“ wieder ein Glücksfall.

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Andreas Brandhorst : Kinder der Ewigkeit

29 April, 2010

Nach dem Mystery-Triller „Äon“ versucht sich Brandhort mit diesem Buch wieder als Science Fiction Autor, eine Talent das er schon in der Vergangenheit erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Zwar erreicht „ Kinder der Ewigkeit“ nicht die Brillanz von „Äon“ ist aber trotzdem ein guter Vertreter deutschsprachiger Science Fiction.

Der Roman handelt von dem Profikiller Esebian, der den Auftrag erhält einen Unsterblichen zu ermorden.
Obwohl die Unsterblichkeit von je her ein beliebtes Thema der Science Fiction ist, ist dieses Ansatz neu und Esebians Auftrag nur der Beginn einer Verschwörung von galaktischen Ausmassen.
Das Buch selbst ist spannend geschrieben und nur machmal etwas verwirrend, wenn die beschriebene zukünftige Technologie doch zu fremdartig ist. Das ist aber nur wenig störend, denn im Grunde hat man eine klassische Verschwörungsgeschichte, die eben in der Zukunft spielt wo und man nicht weiss, wer denn nun die Bösen und wer die Guten in diesem Spiel sind.

Die beschriebene Zukunft selbst ist so komplex und facettenreich, dass es nicht verwunderlich wäre, würde Brandhorst eine Fortsetzung nachlegen. Überhaupt scheint dieses Buch nur der Eingang in ein größeres Universum zu sein, denn viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Da der Autor auch in der Vergangenheit Mehrteiler geschrieben hat, kann man fast sicher sein, dass hier noch etwas folgt. Mehr Hintergrund Informationen würden dieses Buch sogar aufwerten und es noch etwas besser machen.

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Stephen King : Sara

26 Juli, 2009

Ich hatte „Sara“ schon seit einigen Jahren in meinem Bücherregal stehen, bin aber nie dazu gekommen es zu lesen. Es ist wohl aus der Zeit übergeblieben, in der ich erwartungsvoll jedes neue Buch von Stephen King verschlungen haben. Dann aber liess die Faszination an diesem Mann nach und ich habe mich anderen Autoren aus anderen Bereichen zugewannt. „Sara“ blieb, wie schon erwähnt, ungelesen. Wiederentdeckt habe ich Stephen King erst vor wenigen Monaten, aber nicht durch ein gedrucktes Buch sondern durch das Hörbuch „Sunset“, einer Sammlung von Geschichten. Ebenfalls ein großartiges Wert, sehr zu empfehlen!

„Sara“ ist Kings typischer Kleinstadthorror. Während es auf den ersten Blick ruhig und idyllisch aussieht, brodelt es unter der Oberfläche und immer mehr dunkle Geheimnisse kommen ans Licht. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Buch langweilig und langatmig beginnt. Aber diese Passagen nutzt King, um seinen Figuren Charakter und Tiefe zu verleihen, ein Talent, das vielen anderen Autoren fehlt oder absichtlich vernachlässig wird, um auf eine bestimmte Seitenzahl zu kommen. „Sara“ hingegen ist kein dünnes Buch und gewiss auch nicht in wenigen Tagen zu lesen.
Vielleicht ist es Absicht des Autors, aber lange Zeit dachte ich in diesem Buch ginge es einzig und alleine um Sorgerechtstreitereien über eine kleines Mädchen. Aber gegen Ende bricht wortwörtlich „Der Sturm los“ und King zeigt was er als Horrorautor zu bieten hat. Eine Genialität, die vielen Autoren fehlt, denn hier werden wirklich alle losen Enden zusammengeführt.

Nach dem Erfolg von Kings Buch „Es“ ist man in Deutschland dazu übergegangen möglichst vielen seiner Bücher Titel mit nur einem Wort zu verpassen. Diese Unsitte hält übrigens bis heute an und auch Sara bildet keine Ausnahme. Der originale Titel dieses Buches ist „Bag of Bones“, also „Sack voll Knochen“. Eine Metapher, die auch im Buch immer wieder verwendet wird und besonders gegen Ende des Romans eine wichtige Bedeutung bekommt.

Meine Wertung 9 von 10
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Arthur C. Clark / Stephen Baxter : Sonnensturm

29 Mai, 2009

Obwohl dies der zweite Band der Zeit-Odyssee Trilogie ist, die Clark zusammen mit Stephen Baxter geschrieben hat, würde es auch problemlos als eigenständiges Werk durchgehen, da die Referenzen auf den ersten Band so gering sind, dass man ihn nicht kennen muss, um Gefallen an diesem Buch zu finden.

Hier erhält der Leser einen soliden Science Fiction Roman, der flüssig zu lesen ist und gut unterhält. Das Thema diese Buch ist, wie auch in Clarks Buch „Der Hammer Gottes“, der drohende Weltuntergang. Dieses Mal aber nicht durch einen Meteoriteneinschlag, sondern durch ungewöhnliche Aktivitäten der Sonne. Trotz des düsteren Themas hinterlässt das Buch einen positiven Eindruck, zeigt es doch eine geeinte Menschheit, die alles daran setzt, die Katastrophe abzuwenden.
Der Roman spiel dabei in einer nicht zu fernen Zukunft und Clark und Baxter beschreiben die Aktivitäten im Weltraum sehr detaillier,t so dass man sich gut in die Vorgänge hineinversetzten kann. Das Clark als Autor auch einen wissenschaftlichen Hintergrund hat, merkt man an dieser Geschichte sehr gut. Technik und naturwissenschaftliche Zusammenhänge werden zufrieden stellend erläutert.

Sonnensturm ist plausibler als sein Vorgänger und lässt den Leser mit wenigen offenen Fragen zurück. Es ist kein bahnbrechendes Werk, aber gut geschrieben und im Stil wie man es von Clark erwarten kann. Baxter kann ich als Autor noch nicht beurteilen, da ich keines der Bücher kenne, die er alleine geschrieben hat. Vielleicht werde ich das bei passender Gelegenheit noch nachholen.

Meine Wertung 8 von 10

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