Archive for the ‘Mystery’ Category

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Richard Morgan : Glühender Stahl

4 April, 2010

Trotz der Menge an Büchern, die ich lese, und der nicht unerheblichen Menge an ungelesen Büchern, die noch in meinen Regalen stehen, gibt es doch immer wieder Roman, auf deren Veröffentlichung ich mich freue. „Glühender Stahl“ von Richard Morgan ist so ein Buch und ich habe nicht gezögert es zu kaufen, nachdem ich von der Veröffentlichung erfahren habe.

Im Gegensatz zu seinen anderen Werken ist Glühender Stahl aber kein Hard Boild Science Fiction, sondern eine Erzählung aus dem Fantasy Genre mit allem was dazu gehört. Da gibt es Helden und Dämonen und wie auch in anderen von Morgans Büchern sind die Figuren nicht sehr zimperlich, wenn es um die Ausübung körperlicher Gewalt geht. Das klingt auf den ersten Blick sehr viel versprechend, aber dieses Buch hat mich enttäuscht, das möchte ich nicht schön reden. Vielleicht lag es an mir, aber ich muss gestehen, dass es mir schwer viel zu diesem Buch Zugang zu finden. Die Handlungsstränge der unterschiedlichen Figuren laufen zu spät zueinander und es fällt schwer der Überblick zu behalten, worum es im einzelnen geht und ob es eine gemeinsame Handlung gibt. Das hat der Autor in der Vergangenheit schon besser hinbekommen, obwohl er sich bisher auch immer nur auf wenige Hauptpersonen und einen Handlungsstrang beschränkt hat.

Erwähnen sollte man auch die Homo-erotischen Eskapaden des Haupthelden. Das mag vielleicht nicht jedem Leser gefallen und man hat ohnehin das Gefühl, dass sich Morgan absichtlich gegen jedes Klischee der typischen Heldenroman der Fantasy auflehnen will. Das gelingt ihm nicht wirklich und indem er seine Figuren absichtlich unsympathisch darstellt, macht es sie nur unglaubwürdig.
Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Da ich Morgan ansonsten sehr schätze vermute ich, dass es an mir lag und ich dieses Buch vielleicht irgendwann noch Mal lesen sollte, weil es wirklich gut ist. Im Moment bin ich aber restlos bedient und „Glühender Stahl“ kommt ins Regal.

Richard Morgan : Glühender Stahl (Amazon Partnerlink)

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Andreas Wilhelm : Projekt Babylon

6 Juli, 2009

Wenn ein Buch mit den Worten „Der beste deutsche Thriller seit Frank Schätzings Der Schwarm!“ beschrieben wird, sollte es schon einiges zu bieten haben. Also habe ich mir dieses Buch gekauft und auch gelesen. Das es an Schätzings Meisterwerk nicht heranreicht, war mir aber von Anfang an klar. Das Buch ist ganz einfach zu dünn, um Figuren und Geschichte die nötige Vielfalt und Tiefe zu geben. Trotzdem ist „Projekt Babylon“ gut zu lesen und ein positiver Vertreter der Unterhaltungsliteratur. Auf meinem Balkon, wo in in dem Sommermonaten hauptsächlich lese, hatte ich einige sehr kurzweilige Stunden. Ein Forscherteam, eine geheime Höhle, die Menschen verrückt macht, das ist gute Unterhaltung fern ab der Realität. Dazu noch ein paar geschichtliche Fakten gemischt mit Mystik und Geheimnissen, entspricht es genau einem Großteil der Bücher, die heutzutage verkauft werden.
Ob diese Mischung immer die beste Wahl ist sei dahingestellt. Bei sehr vielen Büchern, die sich mit Geschichten aus der Vergangenheit beschäftigen, ist die Religion ein nicht unerheblicher Teil. Es ist klar, dass Religion in der Vergangenheit einen größeren Stellenwert hatte als das heute der Fall ist, trotzdem würde ich gerne Mal ein Buch lesen, das ohne die Verwendung dieses Themas auskommt. Die Bücher werden dadurch zu ähnlich und austauschbar. Ausserdem ist es, zumindest in allen Bücher die ich kenne, immer die Geschichte des Christentums, um die es dabei geht. Das  wird auf die Dauer wirklich langweilig.
Vom Anspruch her einspricht dieses Buch den Filmen, die an einem Sonntagnachmittag im Privatfernsehen gezeigt werden. Nicht sonderlich spannend und nicht sonderlich aufwendig und man kann seine Zeit durchaus besser verbringen. Aber auch schlechter! Von diese Buch gibt es inzwischen zwei Fortsetzungen, die es auch schon auf meine Wunschliste geschafft haben. Der überwiegende Eindruck ist also ehr positiv, wenn auch nur knapp.

Meine Wertung 6 von 10
ein hollix Posting

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Jonathan Barnes : Das Alptraumreich des Edward Moon

8 Februar, 2009

„Dieses Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten literarischen Wert“. Das ist nicht etwas meine Meinung, nein, dieser Satz steht schon auf dem Umschlag. Vielleicht hätte es eine Warnung sein sollen aber für mich war gerade diese Aussage das, was dieses Buch so interessant machte. Jetzt weiss ich es besser: Es war eine Warnung!

Auch diese Buch fällt wieder in die Kategorie „Er wollte, aber er wußte nicht wie“. Barns hat hier durchaus Figuren, mit denen man eine hervorragende Geschichte hätte schreiben können. Da ist zum Beispiel ein Mann, der in der Zeit rückwärts lebt. Ausserdem die Figur des offensichtlich unverwundbaren Schlafwandlers. Daraus hätte man eine ganze Menge machen können, ist hier aber leider nicht passiert.
Zwar fing das Buch spannend und viel versprechend an, aber das war es dann auch schon. Zeitweise wusste ich gar nicht, wo sich die Geschichte hin bewegt, die Figuren agieren, ohne dass man ihre Beweggründe versteht. Es war alles sehr verwirrend. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich noch immer nicht ganz sicher sagen um was es eigentlich ging. Irgendwas mit einer Verschwörung …

Vielleicht liegt es an mir, aber ich kann diesem Buch nicht viel abgewinnen. Da gibt es mit Sicherheit bessere Vertreter dieses Genres.

Meine Wertung : 3 von 10

Ein HolliX Posting

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J.R. Ward : Black Dagger

8 Februar, 2009

Vampire sind derzeit wieder groß in Mode. Im Kino sieht man es an Filmen wie Twilight, im Fernsehen an Serien wie True Blood. Und Romane zu diesem Thema gibt es im Moment auch zur genüge, die überraschender Weise hauptsächlich von Frauen geschrieben werden.
Das mag vielleicht daran liegen, dass Vampire nicht mehr viel mit dem zu tun haben, was einst Christopher Lee im Film so eindrucksvoll verkörperte. Die Zeit der brutalen Blutsauger ist vorbei, Vampirgeschichten von heute haben romantische, wenn nicht sogar erotische, Elemente.
Die Black Dagger Reihe von J.R.Ward mach da keine Ausnahme.
Ich habe zwei Bücher der Reihe gelesen. Sie waren gut geschrieben, gut übersetzt und gut zu lesen. Bedeutungsvolle Literatur hatte ich nicht erwartet und auch nicht bekommen, aber Lust auf mehr habe ich nicht bekommen. Wird wohl daran liegen, dass ich keine Frau bin. Es ist eine wirklich komplexe Welt, die J.R.Ward hier erschaffen hat, das muss man ihr lassen. Aber für meinen Geschmack war vieles zu glatt, zu einfach und zu vorhersehbar.

Ich habe meine Black Dagger Roman einer guten Freundin geschenk,t die sie ganz toll fand. Deshalb gibt es auch ausnahmsweise keine abschliessende Bewertung für diese Bücher, da ich offensichtlich nicht der Zielgruppe angehöre.

Ein HolliX Posting

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