Archive for the ‘Bücher’ Category

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Learn Cocoa on the Mac : Dave Mark, Jeff Lamarche und Jack Nutting

29 April, 2010

Wie die meisten Bücher aus dem Hause Apress zeichnet sich auch „Learn Cocoa on the Mac“ durch kompaktes Wissen und eine steile Lernkurve aus. Hat man gerade die erste Anwendung erfolgreich erstellt, werden in den folgenden Kapiteln schon Themen wie Cocoa-Binding behandelt. Das ist für einen angehenden Mac Entwickler schon eine Herausforderung, aber der Stil, in dem das Buch geschrieben ist, lockert den Inhalt gut auf und man hat nicht das Gefühl, ein trockenes Schulbuch zu lesen. Auch die Projekte, wie zum Beispiele eine Superschurken-Datenbank oder eine Dungeon Generator, sollte man nicht ganz ernst nehmen, obwohl sie die dafür nötigen Technologien bestens erklären.

Wie die meisten neu erschienenen Bücher zu diesem Thema, hat auch das Werk der drei Autoren den Übergang zur veränderten Xcode Version nicht spurlos überstanden. Die Abbildungen im Buch sehen nicht immer ganz so aus, wie man sie auf dem Rechner vor sich hat und auch machte Textabschnitte passen nicht. In den meisten Fällen wird zwar auf die Unterschiede hingewiesen, an machen Stellen wurde es aber vergessen oder übersehen. So kann schon mal Verwirrung aufkommen, wenn man ganz neu in dem Thema ist.

Trotzdem ist „Learn Cocoa on the Mac“ auf dem besten Wege ein neues Referenzbuch zu werden, das man jedem empfehlen kann, der sich in die Mac-Entwicklung einarbeiten will und dafür einen kompakten und verhältnismäßig günstigen Leitfaden sucht. Auch wenn man schon andere Bücher zu dem Thema gelesen hat, sollte man „Learn Cocoa on the Mac“ nicht ignorieren. Softwareentwicklung ist  ein sehr umfangreiches Feld und man findet in diesem Buch durchaus Themen, die andere Autoren nicht behandelt haben. Hier waren es die NSUserDefauls, die mir positiv aufgefallen sind.

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Andreas Brandhorst : Kinder der Ewigkeit

29 April, 2010

Nach dem Mystery-Triller „Äon“ versucht sich Brandhort mit diesem Buch wieder als Science Fiction Autor, eine Talent das er schon in der Vergangenheit erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Zwar erreicht „ Kinder der Ewigkeit“ nicht die Brillanz von „Äon“ ist aber trotzdem ein guter Vertreter deutschsprachiger Science Fiction.

Der Roman handelt von dem Profikiller Esebian, der den Auftrag erhält einen Unsterblichen zu ermorden.
Obwohl die Unsterblichkeit von je her ein beliebtes Thema der Science Fiction ist, ist dieses Ansatz neu und Esebians Auftrag nur der Beginn einer Verschwörung von galaktischen Ausmassen.
Das Buch selbst ist spannend geschrieben und nur machmal etwas verwirrend, wenn die beschriebene zukünftige Technologie doch zu fremdartig ist. Das ist aber nur wenig störend, denn im Grunde hat man eine klassische Verschwörungsgeschichte, die eben in der Zukunft spielt wo und man nicht weiss, wer denn nun die Bösen und wer die Guten in diesem Spiel sind.

Die beschriebene Zukunft selbst ist so komplex und facettenreich, dass es nicht verwunderlich wäre, würde Brandhorst eine Fortsetzung nachlegen. Überhaupt scheint dieses Buch nur der Eingang in ein größeres Universum zu sein, denn viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Da der Autor auch in der Vergangenheit Mehrteiler geschrieben hat, kann man fast sicher sein, dass hier noch etwas folgt. Mehr Hintergrund Informationen würden dieses Buch sogar aufwerten und es noch etwas besser machen.

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David Safier : Mieses Karma

4 April, 2010

Es hätte für Kim Lange der schönste Tag ihres Lebens werden können, schliesslich hat sie soeben den deutschen Fernsehpreis gewonnen, dummerweise wird Kim kurz darauf von den Trümmern einer abstürzenden russischen Raumstation getroffen und stirbt. Was wie das Ende einer jeden Geschichte klingt ist für „Mieses Karma“ erst der Anfang, den Kim wird wieder geboren: Als Ameise!
Natürlich kann sich eine selbstbewusste Frau wie Kim mit diesem Schicksal nur schwer anfreunden, vor allem, dass sie sehen muss, wie eine neue Frau ihren Platz in der Familie einnimmt. Aber als Ameise hat sie wenig Möglichkeiten. Jetzt gilt es, positives Karma zu sammeln und auf die nächste Wiedergeburt zu warten. Zum Glück ist die Lebenserwartung der Ameise Kim nicht allzu lang …
Mieses Karma ist ein amüsantes Buch, es ist gut zu lesen und unterhaltsam. Kims Reise durch verschiedene Inkarnationen der Tierwelt sind eine originelle Idee und so erhält man ein kleines aber feines Buch das Spaß macht. Eine Moral gibt’s am Ende auch, was will man mehr?

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Richard Morgan : Glühender Stahl

4 April, 2010

Trotz der Menge an Büchern, die ich lese, und der nicht unerheblichen Menge an ungelesen Büchern, die noch in meinen Regalen stehen, gibt es doch immer wieder Roman, auf deren Veröffentlichung ich mich freue. „Glühender Stahl“ von Richard Morgan ist so ein Buch und ich habe nicht gezögert es zu kaufen, nachdem ich von der Veröffentlichung erfahren habe.

Im Gegensatz zu seinen anderen Werken ist Glühender Stahl aber kein Hard Boild Science Fiction, sondern eine Erzählung aus dem Fantasy Genre mit allem was dazu gehört. Da gibt es Helden und Dämonen und wie auch in anderen von Morgans Büchern sind die Figuren nicht sehr zimperlich, wenn es um die Ausübung körperlicher Gewalt geht. Das klingt auf den ersten Blick sehr viel versprechend, aber dieses Buch hat mich enttäuscht, das möchte ich nicht schön reden. Vielleicht lag es an mir, aber ich muss gestehen, dass es mir schwer viel zu diesem Buch Zugang zu finden. Die Handlungsstränge der unterschiedlichen Figuren laufen zu spät zueinander und es fällt schwer der Überblick zu behalten, worum es im einzelnen geht und ob es eine gemeinsame Handlung gibt. Das hat der Autor in der Vergangenheit schon besser hinbekommen, obwohl er sich bisher auch immer nur auf wenige Hauptpersonen und einen Handlungsstrang beschränkt hat.

Erwähnen sollte man auch die Homo-erotischen Eskapaden des Haupthelden. Das mag vielleicht nicht jedem Leser gefallen und man hat ohnehin das Gefühl, dass sich Morgan absichtlich gegen jedes Klischee der typischen Heldenroman der Fantasy auflehnen will. Das gelingt ihm nicht wirklich und indem er seine Figuren absichtlich unsympathisch darstellt, macht es sie nur unglaubwürdig.
Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Da ich Morgan ansonsten sehr schätze vermute ich, dass es an mir lag und ich dieses Buch vielleicht irgendwann noch Mal lesen sollte, weil es wirklich gut ist. Im Moment bin ich aber restlos bedient und „Glühender Stahl“ kommt ins Regal.

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Robert Charles Wilson : Die Chronolithen

4 April, 2010

Die Handlung von „Die Chronolithen“ ist im Grunde so einfach, dass man sie in wenigen Sätzen wiedergeben kann. Auf der Erde erscheinen plötzlich und aus dem Nichts riesige und unzerstörbare Monumente unbekannter Herkunft. Schnell wird klar, dass diese Bauwerke aus der Zukunft zu kommen und von einem Eroberer namens Kuin berichten.
Endlich wieder gute Science Fiction! Das waren meinen Gedanken, nachdem ich etwa ein Drittel dieses Buches gelesen hatte. Und wie bei guten Science Fiction üblich, geht es in solchen Geschichten weniger um Ausserirdische oder Raumschiffe, sondern um Menschen. Wer also über interstellare Schlachten oder schleimige Aliens lesen möchte, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Aber was der Autor hier abliefert ist nicht weniger interessant und ausserdem intelligent in Szene gesetzt. Woher kommen die Chronolithen und wer schickt sie? Und vor allem, welchen Einfluss haben die Chronolithen auf die Menschen der Gegenwart?
Handlungsträger dieser Geschichte ist eine überschaubare Gruppe von unterschiedlichen Charakteren und Zeitzeugen und das Buch beschreibt ihr Leben und wie sie durch Zufälle oder Vorbestimmung zueinander finden. Wissenschaftler und Geheimdienstler gibt es in diesem Buch ebenso wie religiöse Fanatiker, die ein Ereignis wie das Erscheinen eines Chronolithen wahrscheinlich hervorbringen würden.
Für mich war dieses Buch nie langweilig, obwohl es mir in einigen Passagen wie eine Studie einer fiktiven zukünftigen menschlichen Gesellschaft vorkam. Denn Wilson schreibt glaubwürdig und nachvollziehbar, was das ganze Buch zusätzlich aufwertet. Das mag vielleicht nicht jedem Leser gefallen, aber wenn man bereit ist sich darauf einzulassen, erhält man einen Blick in eine sehr düstere Zukunft.
Robort Charles Wilson stellt in diesem Buch viele Fragen und nicht alle werden zur Zufriedenheit des Lesers endgültig beantwortet. Aber das ist in einem Buch wie diesem vielleicht auch schwer möglich. „Die Chronolithen“ ist ein originelle Variation der bekannten Zeitreise Geschichten, in der ein Zeitparadoxon mal aus der anderen Richtung betrachtet wird. Steht die Zukunft schon fest oder wurde über das Schicksal der Menschheit noch nicht entschieden?

Meine Wertung 8 von 10

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Leonie Swann : Glennkill

1 Februar, 2010

Schäfer George ist tot. Die Schafe sind ratlos aber nicht untätig und beginnen sofort mit den Ermittlungen. Diese zwei Sätze beschreiben fast schon das ganze Buch. Ein Kriminalroman, erzählt aus der Sicht von Schafen ist schon eine brillante Idee, die in diesem Roman auch noch großartig umgesetzt wurde. Nicht ohne Grund ist Glennkill einer der Aufsehen erregendsten Bücher der letzten Jahre und gehört zu den Romanen, die man kennen sollte.
Dabei ist die Geschichte wirklich spannenden und der Leser wird auf ein Abenteuer im beschaulichen Örtchen Glennkill entführt, indem nicht alles so ist, wie man es erwarten würde.
Perfekt in Szene gesetzt ist in diesem Roman aber vor allem die Naivität der Schafe. So halten Sie beispielsweise den örtlichen Geistlichen für Gott, haben sie doch mitbekommen, dass dieser im Haus Gottes wohnt. Das Buch ist voll von solchen kleinen Anekdoten, hat aber auch seine ernsthaften Momente ,wenn es um den Tod von Schäfer George geht. Mit Glennkill kann der Leser nichts falsch machen.

Meine Wertung 9 von 10

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Dmitry Glukhovsky : Metro 2033

1 Februar, 2010

Nach einem verheerenden Krieg haben sich die Überlebenden der russischen Hauptstadt in ihre weit verzweigte U-Bahn zurückgezogen. Dabei verhält sich das Leben in der Metro genau so wie zuvor an der Oberfläche. Es gibt Handel, politische und religiöse Fanatiker und organisiertes Verbrechen. Hatte man also die naive Idee, die Menschheit würde im Falle eines Krieges endlich vernünftig und zusammenrücken, wird man hier eines Besseren belehrt.
Im Buch geht es um die Abenteuer des jungen Artjom, der einen Auftrag erhält, der ihn quer durch die die unterirdische Anlage führt. Auf seiner Reise von Station zu Station triff Artjom immer neue Gefährten, nur um sich kurze Zeit später wieder von ihnen zu verabschieden. Das ist für den Leser etwas frustrierend, denn es gibt keine Figuren an die man sich gewöhnen kann und man erhält auch keine Einblick, welcher Charakter denn nun wirklich wichtig ist.
Trotz seines Umfangs von über 750 Seiten hat man Metro schnell durchgelesen. Es ist auch kein kompliziertes Buch und man erhält auch sehr leicht den Eindruck, der Autor hatte beim Schreiben ein ehr jüngeres Publikum im Auge. So spannende wie eine Geschichte in der Moskauer Metro hätte sein können, ist dieses Buch leider nicht. Ideologien werden oft nur als schwarz/weiss dargestellt und auch sonst fehlt dem Werk die Tiefe, um wirklich aussergewöhnlich zu sein. Es ist Unterhaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Eine typische Abenteuergeschichte an einem ungewöhnlichen Schauplatz.

Dem Buch liegt auch eine Karte der Moskauer Metro bei, damit der Leser die Abenteuer besser nachvollziehen kann. Das war eine gute Idee, sind die fremden Namen doch gewöhnungsbedürftig.

Meine Wertung 6 von 10

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