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Neal Asher : Der Drache von Samarkand

13 Juli, 2009

Ich habe schon oft tolle Bücher von tollen Autoren gefunden indem ich mich einfach bei den Neuheiten meines Buchhändlers umgesehen habe. Das war auch der Weg auf dem ich diese Buch gefunden habe. Leider ist es alles andere als toll und neu ist es auch nicht. Nur ein neuer Einband wurde diesem Werk verpasst.
„Der Drache von Samarkand“ ist ein Science Fiction Roman und gut im Ansatz. Da gibt es Menschen mit generischen Anpassungen, Cyberimplantaten und interstellare Reisen. Daraus eine einigermassen akzeptable Geschichte zu machen ist für viele Autoren ein Kinderspiel. Neal Asher gelingt es trotzdem nicht. Es wirkt wie ein farbloser Brei, was er da geschrieben hat.

Mir kam es immer so vor, als würde ich nur Seite für Seite lesen, ohne das es da irgendeinen Zusammenhang gab. Richtig in die Geschichte einfinden konnte ich nie. Die Motivation der Personen, die Dinge zu tun, die sie tun, ist mir nie richtig klar geworden. Da gibt es Kriminelle und Agenten deren Wege sich auch schon gekreuzt haben, aber würde man von mir verlangen eine Inhaltsangabe abzuliefern würde ich komplett versagen.

Da ist zum einen die Hauptperson Ian MacCormac, der 30 Jahre lang mit einem Computer verbunden war. Für seinen nächsten Auftrag sagt man ihm, er müsse sich von dem Netz trennen oder er würde sterben. Da ist schon die ganze Erklärung. MacCormac tut es, ohne größere Konsequenten für ihn.

Nach 220 Seiten habe ich dieses Buch aufgegeben. Die Handlung war mir vollkommen undurchsichtig und machte keinen Spaß. Zu allem Überfluss ist auch das Buch nicht klar gegliedert. Endet ein Absatz, kann es passieren, dass man sich plötzlich an einem anderen Schauplatz mit anderen Figuren befinden, ohne es im ersten Moment zu merken. Ein kleiner Stern zwischen den Absätzen hätte hier wahre Wunder gewirkt. In manchen Büchern greift man zu diesem Stilmittel, hier, wo es nötigt gewesen wäre, tat man es nicht.

In diesem Buch gab weder Spannung noch Unterhaltung. Die Figuren waren so undurchsichtig wie ihre Handlungen. Da kann man seine Zeit durchaus besser verbringen. Wer düstere Science Fiction lesen möchte sollte lieber zu einem Buch von Richard Morgan greifen.

Meine Wertung 1 von 10
ein Hollix Posting

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