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Videos nach iTunes exportieren II

17 April, 2007

Nachdem ich nun einige weitere Versuche in die Videoenkodierung für iTunes investiert habe, steht mein Ablauf nun fest:
Da die Exportfunktion von EyeTV für mich zu unflexibel und zu wenig vorhersehbar ist, musste ich doch auf externe Tools zurückgreifen.
Wobei das von mir ursprünglich favorisierte ffmpegX leider bereits beim zweiten Test durchfiel, weil es plötzlich nicht mehr in der Lage war, einen als MPEG-Programm-Stream aus EyeTV exportierten Film zu lesen. Das habe ich nicht verstanden, und arbeite seitdem mit MPEG Streamclip.

Ein ganz wichtiger Punkt bei der Videowiedergabe in FrontRow, iTunes oder Quicktime ist das Seitenverhältnis des Materials, denn anders als mit VLC besteht hier nicht die Möglichkeit, während der Wiedergabe noch korrigierend einzugreifen und das hat dann öfter schwarze Balken rund um das eigentliche Videobild zur Folge. Wer das verhindern möchte, muss ein wenig Mühe investiert.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass man einen Film oder eine Serie vorliegen hat, die es dauerhaft zu archivieren gilt. Fürs einmalige Anschauen halte ich den Aufwand einfach für viel zu gross. Abgesehen davon ist es weitestgehend wurscht, ob das Ausgangsmaterial eine Eigenaufnahme ist oder ein heruntergeladenes AVI, solange es mit Quicktime darstellbar ist.

Der erste Schritt besteht darin, das geschnittene Video aus EyeTV als MPEG-Programm-Stream auszugeben. Das geht recht flott und man kann nicht viel falsch dabei machen.

Als zweiter Schritt (oder für ein AVI ist es dann der erste) öffnet man das Video in Quicktime und schaut sich eventuelle schwarze Balken an den Rändern an. Sind keine vorhanden, ist alles gut. Im anderen Fall müssen wir uns einen Eindruck verschaffen, wie gross diese genau sind.
Dazu mache ich mir im Moment noch ein Bildschirmfoto und messe das Bild dann aus.

Jetzt öffnet man den Film mit MPEG Streamclip. Sollten noch einige hässliche Werbereste vorhanden sein, kann hier recht einfach geschnitten werden (wesentlich feiner, als in EyeTV, was aber wohl nicht am Programm, sondern am Videoformat liegt, aber das nur nebenbei)

Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, gehts ans Eingemachte, also Ablage->Exportieren als MPEG-4.
Als Kompression wird H.264 gewählt, die Datenrate wird begrenzt – für normale TV-Auflösungen wie z.B. 704×576 habe ich mit 700 Kbps, und bei verkrüppelten AVIs mit 353×288 mit 350 Kbps, sehr gute Erfahrungen gemacht.
Für den Ton nehme ich MPEG-4 AAC mit 128 kbps, weil ich denke, das müsste doch reichen. Abgesehen davon mache ich bei „Video de-interlacen“ einen Hacken, nachdem ich bei einem konkreten Test sonst sehr störende Streifen bekam.
Nun zum vergleichsweise kniffligen Teil: Beschneiden.
Hier kommen jetzt die vorher ausgemessenen Werte hinein, wobei die Werte relativ zum jeweiligen Rand anzugeben sind, so bedeutet ein Wert von „Unten 36“, dass die untersten 36 Zeilen abgeschnitten werden.
(ffmpegX bietet fürs Beschneiden einen Automatismus an, der hervorragend funktioniert; aber leider nur, wenn es den Film überhaupt laden kann.)

Jetzt kann man eigentlich auf „MP4 erzeugen“ klicken. Solange man nicht „Multipass“ wählt, kann man im Vorschaufenster das Ergebnis beurteilen. Um sicher zugehen, kann man nach einigen Minuten abbrechen, der Teilfilm ist bereits mit Quicktime zu öffnen. So kann man ohne grosse Umstände abschätzen, wie gut die Qualität ausfällt, und ob der Ausschnitt stimmt. Ich neige dazu, einen 1 Pixel grossen Rand zu lassen, da ich dann ganz sicher bin, nicht zu viel geschnitten zu haben.

Wenn das Ergebnis also stimmt, und das Ausgangsmaterial qualitativ gut ist, kann man für die endgültige Konvertierung „Multipass“ wählen. Dann geht MPEG Streamclip das Video 2x durch und kann so u.a. die Bitrate genauer bestimmen. Um wie viel die Qualität aber wirklich besser ist, habe ich noch nicht abschliessend ausgetestet.
Ausserdem könnte es hilfreich sein, eventuell eigene Presets anzulegen, wenn man grössere Mengen gleichen Ausgangsmaterials hat.

Sind dann die Stunden der Kodierung um, werden mit Lostify die diversen Tags gesetzt. Fertig.


ein bugpit-posting

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