Ich hatte mich sehr auf ein neues Buch von Richard Morgan gefreut, leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. „Skorpion“ erreicht bei weitem nicht die Spannung früherer Werke, wie zum Beispiel „Das Unsterblichkeits Programm“. Obwohl es sehr blutig beginnt, wird es sehr schnell zäh und uninteressant. Statt ausschliesslich eine Science Fiction Kriminalgeschichte zu erzählen, verschwendet Morgan viele Seiten mit der mögliche Zukunft von Staaten, Kultur und Religion. Das tut er sogar mit voller Absicht wie man aus dem Nachwort schließen kann. Schon in „Heiliger Zorn“ gab es solche Passagen, die mir auch da schon nicht gefallen haben, weil sie die eigentliche Geschichte nicht vorranbringen. Und es ist auch nichts woran man sich nach Abschluss des Buches noch erinnert.
Zentrale Figur der Geschichte ist der genmanipulierte Kopfgeldjäger Carl Marsalis, der den Aufragt hat, andere seiner Art auszuschalten. Bei diesem Thema musste ich sehr stark an den Film „Blade Runner“ denken, das Cover des Buches unterstützt diesen Eindruck noch, zeigt es doch ein „fliegendes Auto“ vor einer Gruppe Wolkenkratzern bei Nacht.
Was mit in diesem Buch ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist die Angewohnheit des Autors, die Charaktere nur mit „er“ oder „sie“ zu bezeichnen ohne ihre Namen zu benutzen. Dies hält er sogar über mehrere Seiten hinweg durch. Dadurch ist es sehr schwer sich wieder in die Geschichte einzufinden, wenn man das Buch mal ein paar Tage zur Seite legt.
Auf den letzten 130 Seiten legt die Geschichte wieder etwas an Tempo zu und man erfährt auch wieso die Übersetzter auf diesen Buchtitel kamen. Der orginale Titel ist nämlich „Black Man“.
Meine Wertung: 6 von 10
ein hollix-posting





